Carl Christian Becher an Wilhelm von Humboldt, 20.07.1828

|82r|
Sr. Excellenz
dem Königl. Preuß. StaatsMinister
Freiherrn v. Humboldt[a]

Ew. Excellenz,

war ich im Begriff die unangenehme Nachricht mitzutheilen daß die auf dem angehefteten Blättchen verzeichneten beiden Bücher, welche von Lima aus auf hier unterwegens waren, in Rio verlohren gegangen, – als ich die Einlage erhielt welche diese Unannehmlichkeit um so mehr auswegt als das darinn erwähnte Schiff the Arab, bereits in Liverpool angekommen ist & die fraglichen 5. Bücher also in salvo sind.

Ich habe unserm Londner Komissionair aufgetragen, bei der Gesantschaft anfragen zu lassen ob Ew. Excellenz noch in England seien in welchem Falle das Kästchen Ihnen dort zugestellt werden wird; im entgegengesetzten Falle habe ich daßelbe via Hamburg nach Berlin zu senden beordert u. hoffe daß auf dem einen oder dem andern Wege, Ew. Excellenz bald in den Besitz der Sache gelangen |82v| werden

Ich ergreife mit wahrem Vergnügen diese Gelegenheit, der Fortdauer meiner innigen Verehrung zu versichern & beharre
Ew. Excellenz
ganz gehorsamster Diener
C. C. Becher
Elberfeld am 20t. Juli
1828


|Anhang|

|83r| Für Hrn von Humboldt.:

Vocabolario y Phrasis de la lengua general
de los Indios del Peru, llamada Quichua.
Gramatica derselben Sprache.– in Schweinsleder gebunden.
Arte de la lengua Moxa

Diese beiden Bücher waren in einem Koffer enthalten der in der Douane in Rio Janeiro gestohlen worden ist, & wahrscheinlich nicht wieder zum Vorschein kommen wird —

E.. 20t. July 28
CCBecher
|83 v und 84 r/v vacat|

Fußnoten

    1. a |Editor| Auf Blatt (82r) unten links notiert.