Johann Karl Eduard Buschmann an Wilhelm von Humboldt, 22.12.1832

|58r|
Sr. Excellenz
dem Herrn Geheimen Staatsminister
Freiherrn von Humboldt.

Ew. Excellenz

habe ich die Ehre unterthänigst zu berichten, daß ich den Upham ganz durchgegangen bin, und von massiven Tempeln nichts, wie es mir scheint, wirklich ausdrückliches, bei einer zweiten Durchsicht aber den Namen Dagop glücklich gefunden habe. Aus der Stelle sehe ich, daß dies Wort ein Appellativum ist und eine Art kleiner runder Tempel ist; das Wort Name und der große Anfangsbuchstabe in Ew. Excellenz Briefe hatten mich verleitet es für einen Beinamen des Buddha |58v| oder irgend eines Dämonen zu halten, und deßhalb ging ich das ganze Buch durch. Ew. Excellenz befehlen mir, in dem einen oder dem anderen Falle, wenn von massiven Tempelgebäuden die Rede wäre, oder der Name Dagop vorkäme, Ihnen das Buch zu schicken, daher Sie dasselbe anbei empfangen. Die Stellen, wo von Tempeln im wesentlichen die Rede ist, sind: Seite 2. <2,> der dritte Absatz, Seite 16. Zeile 6 von unten bis Seite 17. Zeile 13. von oben, und Seite 19. vom zweiten Absatz an bis Seite 20. die fünf obersten Absätze. In der ersten Reihe des dritten Absatzes auf Seite 19. steht der Name dagobah, welcher, wie ich denke, der von Ew. Excellenz gemeinte ist.

Wegen des zwölften Theiles[a] der Verhandlungen der batavischen Gesellschaft würden Ew. Excellenz |59r| vielleicht am besten thun an Hrn. Dr. Spiker zu schreiben. Er antwortete mir damahls, daß das Buch doch erst zum Buchbinder müßte; der Buchbinder hat es aber, wie er mir sagt, noch nicht; wahrscheinlich hat es also Hr. Dr. Spiker noch, ohne es zu brauchen, und es könnte eine lange Zeit darüber hingehn.

Genehmigen Hochdieselben die Gefühle tiefster Ehrfurcht, Ergebenheit und Dankbarkeit, womit ich verharre
Ew. Excellenz
unterthänigster Diener,
Buschmann.
Berlin 22 Dec. 1832.
|59v vacat|

Fußnoten

    1. a |Editor| Verhandelingen van het Bataviaasch Genootschap van Kunsten en Wetenschappen, 12de. Deel (Batavia: Lands Drukkerij 1830)