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  3. Nr. 683

Wilhelm von Humboldt an Heinrich Julius Klaproth, 08.09.1823

Ich habe mit erneuertem Vergnügen Ew. Wohlgeboren wichtiges Werk über die Sprachen Asiens in dem vollständigen Exemplar, das Sie die Güte gehabt haben, mir zu schiken, durchgegangen, und eile, Ihnen meinen herzlichsten Dank dafür zu sagen. Die Resultate, welche die darin vorgestellten Untersuchungen so klar u. rein geben, sind nicht bloß für die Sprachen dieses Welttheils, sondern auch als ein Vorbild linguistischer Behandlung wichtig, u. man kann diese Art der Bearbeitung gewiß bisher einzig nennen.

Es wird mir überaus schmeichelhaft seyn, wenn Ew. Wohlgeboren mir Ihren historischen Atlas Asiens zueignen wollen. Sowohl der Gegenstand dieses neuen wichtigen Werks, als vorzüglich Ihr Name macht es mir in jeder Art erwünscht, daß der meinige zugleich dabei genannt werde, und Ihr mir so zuvorkommend ausgedrückter Wunsch ist mir, als ein gütiger Beweis Ihrer Gesinnungen, doppelt erfreulich. Ich bitte Sie daher, im Voraus meinen lebhaftesten Dank dafür anzunehmen.

Ich verbleibe mit der ausgezeichnetesten Hochachtung
Ew. Wohlgeboren
ergebenster,
Humboldt.
Tegel, den 8. September, 1823.


A Monsieur,
Monsieur Jules Klaproth,
Membre des Sociétés Asiatiques de
Paris & de Londres
à
Paris,
Passage Sendrier, nr. 6.

Über diesen Brief

Eigenhändig
Schreibort
Antwort auf
-
Folgebrief
-

Quellen

Handschrift
  • Grundlage der Edition: St. Petersburg, Russische Akademie der Wissenschaften, Archiv, F. 783, Op. 2, Nr. 34, fol. 6–7
Druck
-
Nachweis
  • Mattson 1980, Nr. 7328
Zitierhinweis

Wilhelm von Humboldt an Heinrich Julius Klaproth, 08.09.1823. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 31.08.2020. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/683

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