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Wilhelm von Humboldt an August Wilhelm von Schlegel, 10.10.1826

|1*| Ich eile im Augenblick, wo ich eine kleine Reise antreten muß, Ew. Hochwohlgebornen zu sagen, daß ich meine Abhandlung über die Bh. G. sous bande für Sie zur Post gegeben habe. Ich empfehle sie mehr Ihrer freundschaftlichen Nachsicht, als Ihrer Kritik. So sehr ich vielleicht zu fürchten hätte, vor einer solchen nicht zu bestehen, so beruhigt es mich, daß Sie durch meine ganze Arbeit werden meine Liebe zu dem Gedichte durchscheinen sehen. Einem Kommentar, wie das Publicum berechtigt ist, ihn von Ew. Hochwohlgebornen zu erwarten, greift meine Arbeit nicht vor. Sie soll nichts als eine Uebersicht des systematischer geordneten Inhalts gewähren. Die Verse in meiner Abhandlung übergebe ich Ihnen mit doppelter Schüchternheit. Sie würden Ihnen ganz anders gelungen seyn. Ich habe, da ich ihnen nicht das eigentlich zu Fordernde geben konnte, wenigstens gesucht, der Treue und Einfachheit keinen Eintrag zu thun. Ew. Hochwohlgebornen werden zwei Exemplare meiner Abhandlung erhalten u. ich bitte Sie, das eine an Herrn Lassen in meinem Namen zu geben.

Mit der freundschaftlichsten Hochachtung und Ergebenheit
der Ihrige,
Humboldt
|2* vacat|

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-
Folgebrief

Quellen

Handschrift
  • Grundlage der Edition: Bonn, ULB, Inv. S 507: 19
Druck
  • Leitzmann 1908, S. 211f.
Nachweis
  • Mattson 1980, Nr. 7675
Zitierhinweis

Wilhelm von Humboldt an August Wilhelm von Schlegel, 10.10.1826. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 31.08.2020. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/1100

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