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Wilhelm von Humboldt an Friedrich Bergfeld, 23.09.1827

|1r| Ew. Wohlgeboren haben mich ausnehmend durch Ihre gütigen Bemühungen für mein Amerikanisches Sprachstudium verpflichtet. Ich statte Ihnen meinen aufrichtigsten und lebhaftesten Dank dafür ab. Ich bin so frei mich ferner Ihrer Güte für diesen Gegenstand zu empfehlen, um so mehr, als es scheint, als wären in Santiago mehrere Werke dieser Art. – Es hat mir angemessen geschienen, Herrn Ventura Marien |sic| selbst für seine wirklich zuvorkommende Güte in anliegendem Schreiben zu danken. – Für Herrn Huidobro lege ich auch einen Brief bei. Ich zweifle, daß man sich zum Leihen entschließen sollte. Ich bitte daher Ew. Wohlgeboren in Rücksicht auf diese Bibliothekwerke mir 1., die Liste derselben gefälligst zu schicken, 2., mir zu sagen, ob Sie wohl ein Abschreiben von deutlicher, ja nicht kleiner Hand, u. großer Genauigkeit finden würden, 3., was wohl die Preise der Abschriften der Nummern meiner Liste seyn würden, welche die Bibliothek hat. Finde ich nach der Liste die Sachen wirklich interessant, so werden mich die Preise nicht aufhalten. Aber die Genauigkeit der Abschriften ist eine schon zu erreichende Sache. Am besten wäre es immer, wenn das Zeitungsinserat u. die Nachrichten, die Ihnen vielleicht Herr Huidobro geben kann, uns ein Exemplar zum Kaufe finden ließen. Bemerken muß ich, daß ich Torres Rubio Quichua Gramm. die, denke ich, auf meiner Liste, die ich jetzt nicht hier habe, steht, vor einiger Zeit bekommen habe[a].

Empfangen Ew. Wohlgeboren die Versicherung meiner vollkommensten Hochachtung.
Humboldt.
Tegel bei Berlin, den 23. September, 1827.

|1v; Anschrift|
An
Herrn Bergfeldt
Wohlgeboren,
in
Santiago.

|oben rechts, in Bergfelds Handschrift:| 1827.
Tegel bey Berlin 23 Sept
Baron von Humboldt
** 17.t Fe+

Anmerkungen

    1. a |Editor| Hier irrt Humboldt: Die auf der erwähnten Liste (diese findet sich u.a. am Ende des Briefes von Olfers an Humboldt vom 23. Oktober 1827) stehende Ausgabe von Torres Rubios Quechua-Grammatik aus dem Jahr 1603 hatte er nicht erhalten, jedoch die Ausgabe von 1754 (siehe Schwarz 1993, S. 52 Nr. 391)! [FZ]

    Über diesen Brief

    Eigenhändig
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    Quellen

    Handschrift
    • Grundlage der Edition: Ehem. Berlin, Preußische Staatsbibliothek; heute Krakau, BJ, Ms. Berol. Autographen Sammlung, Humboldt
    Druck
    -
    Nachweis
    -
    Zitierhinweis

    Wilhelm von Humboldt an Friedrich Bergfeld, 23.09.1827. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 18.10.2021. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/1142

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