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Wilhelm von Humboldt an Friedrich August Wolf, 06.[04.1821]

Herzlichen Dank, liebster Freund, für Ihre gütige Auskunft. Lobenstein ist Fürstlich Reussisch u. ein solcher Hofrath ist also vermuthlich der Reichard. Mit Ihrem unterstrichenen Reichardt haben Sie mich ordentlich erschreckt, da ich den Mann immer ohne t habe drucken lassen. Allein auf den Karten heißt er Reichardi orbis antiquus cet. Läßt also der Mann sein t aus Höflichkeit für das Lateinische weg, so wird er es auch nicht übel deuten, wenn man es Deutsch nachmacht.

Daß Sie die Urbewohner lesen, darnach habe ich gar keine Sehnsucht. Vorher hätte ich es sehr gewünscht, aber nachher erscheint die Kritik immer furchtbar, u. ich habe gar keine guten Ahndungen für dies opus. Allein Alles hat seine Schicksale, u. ich konnte wirklich das Schicksal von diesem, wie sonderbar es klingt, nicht ändern. Nun bleibt nur die Resignation übrig. Doch sollen Sie ein schönes Exemplar haben.

Leben Sie herzlich wohl!
H.
6.[a]

Anmerkungen

    1. a |Editor| Vgl. die Datierung des inhaltlich vorangehenden Briefes vom 21. März 1821. [FZ]

    Über diesen Brief

    Eigenhändig
    Schreibort
    Antwort auf
    -
    Folgebrief
    -

    Quellen

    Handschrift
    • Grundlage der Edition: Berlin, SBBPK, Ms. germ. qu. 655, Bl. 218
    Druck
    • Mattson 1990, S. 326f.
    Nachweis
    • Mattson 1980, Nr. 7097
    Zitierhinweis

    Wilhelm von Humboldt an Friedrich August Wolf, 06.[04.1821]. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 18.10.2021. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/1175

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