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Wilhelm von Humboldt an Karl Ernst Christoph Schneider, 01.03.1828

|1*| Ich wollte Ew. Wohlgeborenen schon längst schreiben, nur da ich Ihnen nichts Erwünschtes zu sagen hatte, unterließ ich es noch. Jetzt aber sehe ich, daß meine Schritte dennoch Ihnen nicht unnütz gewesen seyn werden.

Ich hatte mich wegen Ihrer Sache an Herrn Hofrath v. Gentz gewendet, u. erhielt von ihm mitfolgendes Stück eines Briefes, der den Ausgang der Verhandlung mit dem Fürsten Lobkowitz enthielt. Nach diesem können Sie dem Bibliothekar in Raudnitz Dienst schreiben, daß der Fürst Ihnen alle mögliche Erleichterung in loco zugesichert hat.

Ich habe mich aber dabei nicht begnügt. Ich habe Herrn v. Gentz jetzt geschrieben[a], daß Ew. Wohlgeboren im April nach Raudnitz gehen werden, u. daß ich ihn bitte, dies dem Fürsten anzuzeigen, u. ihn zu ersuchen, den guten alten Cistercienser mit der nöthigen Autorisation zu versehen. Dies wird unbedenklich u. um so schneller geschehen, als der Fürst jetzt in Wien seyn muß.

Ich bitte Ew. Wohlgeboren immer auf meine höchste Bereitwilligkeit zu rechnen, Ihren Studien nützlich zu seyn. Es wird mir dies immer zu einer wahren Freude gereichen.

Empfangen Ew. Wohlgeboren die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung.
Humboldt
Berlin, den 1. März, 1828.
|2*–3* vacat|
|4*|| Handschrift Schreiber|
An
Herrn Professor Schneider
Wohlgeboren
in
Breslau
frei.
|Poststempel: Berlin 2 3|

Anmerkungen

    1. a |Editor| Brief ebenfalls vom 1. März 1828: Mattson 1980, Nr. 7885. [FZ]

    Über diesen Brief

    Eigenhändig, mit Anschrift in Schreiberschrift
    Schreibort
    Antwort auf
    Folgebrief
    -

    Quellen

    Handschrift
    • Grundlage der Edition: Berlin, SBBPK, Autogr. I/387
    Druck
    -
    Nachweis
    • Mattson 1980, Nr. 7886
    Zitierhinweis

    Wilhelm von Humboldt an Karl Ernst Christoph Schneider, 01.03.1828. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 15.03.2023. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/1178

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