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  3. Nr. 123

Wilhelm von Humboldt an Matthias Conradi, 22.11.1814

|3r| Euer Wohlgeboren

sage ich für das gütige Anbieten, mir das von Ihnen verfaßte Werk des Wörterbuchs zueignen zu wollen, den herzlichen Dank, und nehme dasselbe als einen höchstschmeichelhaften Beweiß des besondern Zutrauens an, das Sie in das Intereße legen, welches ich von jeher in diesem Zweige der Wißenschaft genommen habe.

Ich sehe den Druck dieses Werks in Verbindung mit der Grammatik und Geschichte der romanschen Sprache von Herrn Landamman von Salis[a] mit großer Erwartung entgegen, und freue mich um so mehr, daß es Ihrem Eifer und unermüdeten Fleiße gelang, selbst in einer Zeit, wo alle Kräfte auf die großen politischen Ereigniße hingelenkt werden müßten, sich fortwährend mit einem Gegenstande zu beschäftigen, deßen Bearbeitung die ungestörte Ruhe verlangt.

Empfangen Euer Wohlgeboren die Versicherung meiner ausgezeichnetesten Hochachtung
Humboldt
Wien am 22.ten November 1814.

Anmerkungen

    1. a |Editor| Die "Geschichte der romanischen Sprache nebst anziehenden Proben ihrer verschiedenen Dialekte" blieb ungedruckt; siehe Gartner 1885, S. 306, Anm. 3. [FZ]

    Über diesen Brief

    Abschrift von Conradi
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    Quellen

    Handschrift
    • Grundlage der Edition: Wien, ÖNB, Cod. 12872, fol. 3r
    Druck
    • Gartner, Theodor (1885): W. v. Humboldt über Rätoromanisches. Nebst Ungedrucktem von Matth. Conradi. In: Romanische Studien 6, S. 306
    Nachweis
    • Mattson 1980, Nr. 3846
    Zitierhinweis

    Wilhelm von Humboldt an Matthias Conradi, 22.11.1814. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 31.08.2020. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/123

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