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Franz Bopp an Wilhelm von Humboldt, 03.06.1823

Excellenz!

Es ist bloß ein Versehen, daß ich niyôjya geschrieben habe, ich hatte nämlich das Substantiv niyoga im Sinne. Auch erkenne ich es für einen Irrthum, daß ich ôshita für eine Causalf. hielt, da wie Ew. Excellenz ganz richtig bemerken, das ô hier aus a + u entstanden ist, welches ich übersehen hatte, da meine Aufmerksamkeit vorzüglich auf anulâlita gerichtet war, welches kein Verbum neutrum ist und bey welchem also das Part. auf ta keine aktive Bedeutung haben könnte. Dagegen kann ushita sehr gut „gewohnt habend“ bedeuten. Das Part. auf ta von vas in causaler Form würde vâsita heißen müssen, soviel ich bis jetzt bestimmen kann, da (wegen des langen a) nicht in u od. ô übergeht.

Es wird für mich von größtem Interesse seyn dem heutigen Vortrag Ew. Excellenz beyzuwohnen.[a]

In tiefster Ehrerbietung
Ew. Excellenz
Unterthänigster
F. Bopp.
Den 3ten Juni 1823.

Anmerkungen

    1. a |Editor| Das Sitzungsprotokoll der Historisch-Philologischen Klasse (BBAW, Archiv, II-V, 142, 168) verzeichnet für den 3. Juni 1823: "H. v. Humboldt über Infinitif, Gerund u. Supin in der allg. Grammatik". Die Abhandlung wurde nicht publiziert.

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    Quellen

    Handschrift
    • Ehem. Berlin, AST
    Druck
    • Grundlage der Edition: Lefmann 1897, S. 36
    Nachweis
    • Mattson 1980, Nr. 11751

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    Franz Bopp an Wilhelm von Humboldt, 03.06.1823. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 31.08.2020. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/132

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