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Franz Bopp an Wilhelm von Humboldt, 21.05.1833

|31r| Ew Excellenz

habe ich die Ehre beiliegend die Stelle des Mah. nebst Ihrer Uebersetzung derselben zurückzusenden, nebst einigen Bemerkungen darüber die ich Ew Excellenz geneigter Prüfung unterwerfe. Daß diese Stelle für Ew Excellenz von einiger Wichtigkeit ist freut mich sehr und sie könnte an keinem passenderen Orte erscheinen als in dem Kapitel worin Ew Excellenz den Gegenstand der Wittwenverbrennung so gründlich beleuchtet haben. Bohlen hat von dem Gesammt-Inhalte des ungeheuren Mah. keine |31v| keine Kenntniß haben können, ebensowenig vom Ramâyana, den von Europ. Gelehrten wahrscheinlich Chezy allein ganz durchlesen hatte. Der Maha-Bh. gilt für jünger als der Ram. Interpolationen mögen freilich sehr viele darin seyn, und ganze Bücher als spätere Zusätze erklären.<erklärt> werden, allein die Beweise dürften schwer oder jetzt noch unmöglich zu führen seyn.

In tiefster Ehrerbietung
Ew Excellenz
ganz gehorsamster
Bopp
Berlin d. 21. Mai 1833
|32r/v vacat|

Über diesen Brief

Eigenhändig
Schreibort
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Quellen

Handschrift
  • Grundlage der Edition: Ehem. Preußische Staatsbibliothek zu Berlin, gegenwärtig in der Jagiellonen-Bibliothek Krakau, Coll. ling. fol. 53, Bl. 31–32
Druck
-
Nachweis
  • Mueller-Vollmer 1993, S. 215
Zitierhinweis

Franz Bopp an Wilhelm von Humboldt, 21.05.1833. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 31.08.2020. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/269

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