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Gustav Seyffarth an Wilhelm von Humboldt, 02.04.1824

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Regest

Ew. Excellenz Gnade ist so groß, daß ich fürchten mußte …

Aus Leipzig. Seyffarth dankt Humboldt für das gütige Urteil über seine "kleine Schrift" über die ursprünglichen Laute der hebräischen Buchstaben sowie die Bemerkungen über das Sanskrit, die hieratische Schrift und die Sprache der Ägypter. Bedauert, dass Spohns nachgelassene Arbeiten über die koptische Grammatik unzureichend seien. Eine Widerlegung von Champollions "Lettre à Mr. Dacier" sei wohl nie vorhanden gewesen. Mündlich äußerte Spohn aber Kritik an verwechselten Buchstaben, die das Ganze nur als Vorarbeit erscheinen ließen. Sehr wünschenswert sei eine Veröffentlichung des Spohnschen Nachlasses, der aber viele Hindernisse im Wege stünden. So gäbe es große Probleme mit den Abschriften u.a. der Inschrift von Rosette, so dass vieles nachgeprüft werden müsse, z.B. eine Papyrusrolle in der Königlichen Bibliothek zu Berlin. Übermittelt Grüße des Klassischen Philologen Gottfried Hermann.

Zitierhinweis

Gustav Seyffarth an Wilhelm von Humboldt, 02.04.1824. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 31.08.2020. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/58