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  3. Nr. 869

Alexander von Humboldt an Christian Karl Josias Bunsen, 22.03.1835

[…] Meines Bruders Zustand macht mich seit einigen Wochen wieder recht traurig. Seine Muskelschwäche und die Krümmung seines Rückens nehmen immer zu und bringen eine lästige Unbehülflichkeit hervor, die den betrübendsten Anblick gewährt. Dazu hat jetzt sein Secretär Scharlachfieber. Alle Bülowschen Kinder haben nach Berlin flüchten müssen, und mein Bruder ist vielleicht 6 Wochen lang in aller Arbeit gestört. Ich sage Arbeit, denn seine Geisteskraft ist so ungeheuer, daß ich ihm über 600 Seiten Manuscript über Philosophie der Sprache im Allgemeinen (die den ersten Theil seines Werks über Kawi und die mit Sanscrit zusammenhängenden Idiome ausmachen wird) vorgelesen habe. Es gehört zu dem Gelungensten, Beredetsten, was er je geschrieben. […]

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Folgebrief
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Quellen

Handschrift
Druck
  • Grundlage der Edition: Humboldt, Alexander von (1869): Briefe von Alexander von Humboldt an Christian Carl Josias Freiherr von Bunsen, Leipzig: F. A. Brockhaus, S. 14–20, bes. 19f.
Nachweis
-
Zitierhinweis

Alexander von Humboldt an Christian Karl Josias Bunsen, 22.03.1835. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 31.08.2020. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/869

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