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Wilhelm von Humboldt an Carl Eduard Meinicke, 22.09.1834

Ich nehme mir die Freiheit Ew. Wohlgeboren ein Exemplar von Marsdens Malayischen Wörterbuch anliegend zu überschicken. Da ich gerade Bücher aus London verschrieb, so habe ich es mitkommen lassen, und es würde mir sehr angenehm sein, wenn Sie ihm eine Stelle unter Ihren Büchern zu meinem Andenken verstatten wollten. Niemand beschäftigt sich in Deutschland mit so glücklichem Fortgange mit der Kenntniss dieses Theils von Asien, und dazu ist dies Werk ein Hilfsmittel, das am wenigsten Ihnen fehlen durfte. Ich erinnere mich noch oft mit lebhaftem Vergnügen des Tages den Sie mir hier zu schenken die Güte hatten. Ich bin seitdem zwar nicht eigentlich krank, aber doch sehr unwohl am Magenleiden gewesen, und bin auch noch nicht ganz von diesem Uebel befreit. Doch suche ich in meinen Arbeiten immer, wenn gleich langsam, fortzuschreiten. Ich wünsche recht bald von Ew. Wohlgeboren Gesundheit und Thätigkeit erfreuliche Nachricht zu erhalten, und bitte Sie, indess die erneuerte Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung anzunehmen.


Humboldt.
Tegel, den 22. Septbr. 1834.


An
Herrn Oberlehrer Dr. Meinicke
Wohlgeboren in Prenzlow.

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Folgebrief
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Quellen

Handschrift
Druck
  • Grundlage der Edition: Sophus Ruge (1878): C. E. Meinicke. Eine biographische Skizze. In: Jahresbericht des Vereins für Erdkunde zu Dresden 15, S. 84f.
Nachweis
  • Mattson 1980, Nr. 8594 (datiert 22.10.1834)
Zitierhinweis

Wilhelm von Humboldt an Carl Eduard Meinicke, 22.09.1834. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 31.08.2020. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/919

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