Wilhelm von Humboldt an Franz Bopp, 05.05.1821

|1*|Ich kann leider heute Nachmittag nicht zu Hause seyn, u. ein mir unerwartet gekommenes Geschäft verhindert mich, auch mit Ew. Wohlgeb. vor meiner Abreise Sanskrit zu lesen. Es verdrießt mich ungemein, da die Paar Stunden, die ich Ihrer Güte verdanke, mir sovieles abgekürzt u. erleichtert haben. Allein es drängt sich gegen meine Abreise Alles so zusammen, daß ich es nicht anders einzurichten vermag. Sehr angenehm aber würde es mir seyn, wenn Ew. Wohlgeb. mich am Montag Vormittag mit Ihrem Besuche beehren wollten, weil ich Sie gern auch über die Angelegenheit, an der ich so großen Antheil nehme, zu sprechen wünschte.

Mit der hochachtungsvollsten Freundschaft
der Ihrige,
Humboldt.
Berlin, den 5. Mai 1821.

|2*–3* vacat|
|4*, im rechten unteren Viertel|
An
Herrn Dr. Bopp.
Wohlgeb.
|am linken Rand|
Letzte Straße[a]
nr. 52.

Fußnoten

    1. a |Editor| Heute: Dorotheenstraße. [FZ]