Franz Bopp an Wilhelm von Humboldt, 27.04.1833

|27r| Ew Excellenz

sage ich vor allem meinen ganz gehorsamsten und innigsten Dank für die mir äußerst wichtige Empfehlung womit Sie bereits die Gnade gehabt haben meine Sache bei Hrn Minister v. Altenstein zu unterstützen. Mit Geheimrath Schulze habe ich gesprochen indem ich ihm ein Exemplar meines Buches überreichte und er schien mir sehr geneigt, für eine Verbesserung meines Gehaltes zu * mitzuwirken. Das hiermit zurückfolgende Heft habe ich unverzüglich und eifrigst durchgelesen, ich könnte aber überall nur beistimmende Bemerkungen darüber machen.

|27v| Bei yôgya (S. 6 a a.) bis <bin> ich etwas zweifelhaft ob man es von {yoga } oder unmittelbar von der Wurzel < {yuj } > ableiten soll, beides ist möglich und auch Wilson läßt beide Ableitungen zu; ich habe es in meinem Gloss. unmittelbar von der Wurzel abgeleitet – Grammat. crit. p. 628. – Zu {sabhā } (S. 9.|)| könnte noch die Bedeutung Haus, Halle angeführt werden Savitri II. 1. Nalus X. 4. Auf derselben Seite erinnert sêtrar auch an {kṣetra }.

Für die Unerheblichkeit dieser Bemerkungen muß ich sehr um Entschuldigung bitten. Daß der Druck nun beginnen wird freut mich sehr. Was Ew Excellenz mir noch zu schicken für gut finden werde ich unverzüglich nochmals durchgehen.

In tiefster Ehrerbietung
Ew Excellenz
ganz gehorsamster
Bopp
Berlin den 27. April 1833.