Wilhelm von Humboldt an Franz Bopp, 22.08.1834

|1*| Ich wünsche Ihnen, theuerster Freund, von ganzem Herzen zu der abermaligen Vermehrung Ihrer Familie Glück. Ich hoffe, daß Mutter und Kind fortfahren eines vollkommenen Wohlseins zu genießen und werde mich ungemein freuen, dies von Ihnen zu hören.

Der Minister hat mir auf meine Empfehlung Rosens nicht geantwortet, was mich nicht Wunder nimmt, da er dies gewöhnlich bis nach erfolgter Entscheidung aussetzt. Ich weiß, daß Schulze  <seine> Absichten auf Rückert hat, habe aber Grund zu glauben, daß er damit nicht durchdringen wird. Ich werde jetzt suchen durch meinen Bruder auf ihn für Rosen wirken zu lassen. Vielleicht thäten Sie dasselbe unmittelbar. Von Rosen selbst fehlt es mir seit längerer Zeit an aller Nachricht.

Mit der hochachtungsvollsten Freundschaft
der Ihrige
|Humboldt| Humboldt
|Schreiber| Tegel den 22st. August 1834.

|2*–3* vacat|
|4*|
An
Herrn Professor Bopp
Wohlgeboren
in
Berlin