Wilhelm von Humboldt an Friedrich August Rosen, 18.03.1826

|1*|Es hat mir ungemein leid gethan, daß ich gestern nicht habe das Vergnügen haben können, Ew. Wohlgeboren zu sehen, es war mir aber in dem Augenblick unmöglich. Ich danke Ihnen auf das Lebhafteste für die Uebersendung Ihrer Abhandlung[a] und die mir dabei so gütig geäußerten schmeichelhaften Gesinnungen. Es wird mir gewiß sehr angenehm seyn, wenn Sie meinen Namen mit Ihrer Schrift verbinden wollen. Da dieselbe das Indische Studium gewiß vielfach befördern u. zugleich einen vorzüglichen Beweis desjenigen abgeben wird, was Ew. Wohlgeboren in diesem Fache geleistet haben; so kann ich nur einen sehr hohen Werth auf einen solchen Beweis Ihrer gütigen Aufmerksamkeit setzen.

Empfangen Ew. Wohlgeboren die erneuerte Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung.
Humboldt
Berlin, den 18. März, 1826.

Fußnoten

    1. a |Editor| Hier sind wohl Rosens Radices linguae sanscritae (Berlin 1827) gemeint, die Humboldt gewidmet wurden.